Kinder übernehmen Hauptrollen: Wiener Kinderoper "Papageno" zu Besuch

Im Rahmen ihrer diesjährigen Tournee machten die Ensemble-Mitglieder der Wiener Kinderoper "Papageno" halt in Greven. Im Gepäck hatten die Darsteller*innen das über 200 Jahre alte Singspiel "Die Entführung aus dem Serail" (1782) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Dass Thema und Botschaft des historischen Stückes nach wie vor große Aktualität besitzen, war den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 und 6 bereits aus dem Musikunterricht der vergangenen Wochen bekannt. Die Handlung jetzt aber "live" auf der Bühne zu erleben und einmal "richtigen" Operngesang zu hören, war für die Kinder ein beeindruckendes Erlebnis.

Im Rahmen der einstündigen Vorstellung lernten die Kinder unter anderem etwas über Rezitative, den "Rap des 18. Jahrhunderts", das Leben von Mozart und natürlich auch den klassischen Ablauf einer Oper. Auch durften sie hautnah erleben, wie professionelle Sänger auf der Bühne miteinander agieren und vor allem musizieren. Ein besonderes Highlight war für die Kinder, dass ein Großteil der Hauptrollen des Stücks durch Mitschüler*innen besetzt worden war. (5a), (5b), (6a), Maileen (6b), (6c) und (6e) traten als "Belmonte", "Pedrillo", "Blonde", "Konstanze" und "Bassa Selim" auf. Die Schüler*innen hatten sich vor einigen Wochen in einem Casting durchgesetzt und seitdem fleißig Texte auswendig gelernt sowie unter Anleitung der Musiklehrerinnen Michèle Drautz und Kristin Engelhardt einzelne Szenen geprobt.

Insbesonders Gregor Braun schaffte es, in seiner Rolle als Osmin, die Aula der Mariengrundschule mit Gelächter zu erfüllen. Wegen der besseren Akustik beim Singen ohne Mikrofon hatte die Marien-Grundschule netterweise ihre Räumlichkeit zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des kurzweiligen Opernworkshops gelang es dem Team der Kinderoper, das Publikum sowohl über das Stück und den Komponisten zu informieren als auch für die spannende Geschichte zu begeistern. Ein mächtiger Herrscher, mit fragwürdigem Personal, der sich am Ende doch von Mitgefühl überwältigen lässt und Hass, bzw. Rache keine Chance gibt - das bleibt hängen aus der "Entführung aus dem Serail".

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